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"Konferenz der Tiere" im Lingener Theater

Nach dem Roman von Erich Kästner

Theater_LingenLingen. Aktuelle Themen wie kriegerische Auseinandersetzungen, Umweltzerstörung und Klimawandel anzusprechen, die Ängste, Träume und Zukunftsvorstellungen von Kindern und Eltern in den Blickpunkt zu rücken und das alles in eine ebenso spannende wie humorvolle Inszenierung zu packen, ist das Verdienst dieser Premierenproduktion. Vier Musiker und acht Schauspieler in vierzig Rollen agieren unter der Leitung von Regisseur Matthias Witting mit großer Spielfreude. Wenn Lala, die divenhafte Eule, einen Reim an den anderen reiht oder Jumpy, das zerstreute Känguruh, mal wieder in seinen vielen Taschen wühlt, macht sich im Publikum garantiert gute Laune breit.
In der Figur von General Zornmüller, der als liebevoller Vater aber auch als Vertreter der Staatsmacht portraitiert wird, zeigt sich dagegen das leidvoll bekannte Politikergebaren in all seiner Phrasenhaftigkeit. Ganz anders die Tiere, deren zupackendes Auftreten sich im zentralen Song der Inszenierung mit dem Titel „Springen“ offenbart. Im Gewand eines Rocksongs heißt es hier: „Steht ein Hindernis im Weg / so dass nichts mehr weitergeht / hilft kein Zaudern, hilft kein Klagen / kein Gerede und kein Tagen / Hilft nur springen / hilft nur springen.“ Das Produktionsteam um Eva Blum, Thomas Sutter und Matthias Witting würzt die Inszenierung mit einer ganzen Reihe kreativer Regie-Einfälle. Vor allem die musikalischen Nachrichten- Telegramme, die von den jeweiligen Konferenzen berichten, sind mit dramaturgischem Geschick und choreographischem Können gestaltet. Zusätzlichen Schwung bringt die Live-Musik in Rockband-Besetzung mit Keyboards, E-Gitarre, Schlagzeug und Bass. Wie schon bei der „Momo“- Inszenierung sorgt Thomas Lotz als musikalischer Leiter für den richtigen Ton.
Musiktheater-Inszenierung ab 7 Jahre
Datum: 12.02.2012
Uhrzeit: 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Eintrittspreis: 7 Euro (5 Euro erm.)
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