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Ausstellungseröffnung "Kalte Zeiten - Warme Zeiten"

Klimawandel(n) in Norddeutschland

ausstellung_klimawandel_1bLingen. Zum Klimawandel(n) in Norddeutschland lädt ab Mitte Januar das Lingener Museum in seine neue Sonderausstellung ein. Unter dem Titel „Kalte Zeiten – Warme Zeiten“ zeigt sie jenseits reißerischer Berichterstattung die Ursachen des Klimawandels, stellt die globalen Folgen dar und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die norddeutsche Region. Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag (15.1.) um 16.00 Uhr mit einem öffentlichen Einführungsvortrag von Dr. Carsten Ritzau eröffnet, der das Projekt von Seiten des Landesmuseums Mensch und Natur in Oldenburg inhaltlich und museumspädagogisch betreut.
Der Wechsel von kalten und warmen Zeiten ist im Verlauf eines Jahres, aber auch in der Erdgeschichte etwas ganz natürliches. Langfristige Klimaschwankungen sind in diesem Zusammenhang nichts bedrohliches. Der vom Menschen verursachte Klimawandel aber ist etwas ganz anderes – ein ernst zu nehmendes Problem, das jeden einzelnen betreffen wird. Die Ausstellungsbesucher erhalten daher zunächst eine kurze Einführung in Themen wie Wetter und Klima, Atmosphäre und natürliche Klimafaktoren. Gezeigt wird auch die Rolle von mittlerweile 7 Milliarden Menschen, die mit ihrer Lebensweise und Energieerzeugung, Industrie und Landwirtschaft, Verkehr und Technik längst einen wesentlichen Faktor des Klimawandels ausmachen. Nicht zuletzt geht es den Ausstellungsmachern aber auch darum, Lösungswege aufzuzeigen. Denn nur die Menschen haben die Möglichkeit, durch das Umdenken und das zukünftige Handeln jedes einzelnen das Klima positiv zu beeinflussen. Insbesondere die Berichterstattung über die dramatischen Folgen der globalen Erwärmung haben zu einer großen Verunsicherung in breiten Kreisen der Bevölkerung geführt. Viele fühlen sich durch den Klimawandel akut bedroht, andere halten ihn für unabwendbar und Gegenmaßnahmen für sinnlos. Hier will die Ausstellung zur Versachlichung beitragen. Im Mittelpunkt stehen dabei Vermeidungs- und Anpassungsstrategien – lokal wie überregional. Denn beides, soviel steht längst fest, wird in der Zukunft notwendig sein. Die besonderen Aspekte Norddeutschlands hebt die Ausstellung an zahlreichen Stationen auch optisch heraus. Ausziehbare Info-Flächen bieten hierzu vertiefende Information. Dabei geht es um den Küsten- und Hochwasserschutz ebenso wie um zunehmende Sturmschäden und Dürreschäden in der Land- und Forstwirtschaft auf den trockenen Sandböden Norddeutschlands. An einer Medienstation erläutern bekannte Experten ihre fachliche Sicht auf den Klimawandel unserer Region. Eine zweite Informationsebene richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche. Damit setzt diese Ausstellung auch museumspädagogisch neue Maßstäbe. Führungen für verschiedene Altersgruppen und speziell für Schulklassen sowie museumspädagogisches Begleitmaterial gibt es auf Anfrage beim Emslandmuseum. Ein Begleitband und ein Kinderbuch zur Ausstellung sind ebenfalls erhältlich. Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 15. Januar, um 16.00 Uhr lädt das Emslandmuseum alle Interessenten ein.
ausstellung_klimawandel_1b
Die neue Ausstellung im Emslandmuseum stellt den Klimawandel mit seinen globalen Ursachen und Folgen dar, zeigt aber inbesondere auch die Konsequenzen für den Norddeutschen Raum.
Foto: Stadt Lingen
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