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Saisonstart gelungen

Erste LiLa Spätlese des neuen Jahres vor vollbesetzter Kornmühle

Lilia_SpaetleseNordhorn. Mathias Meyer-Langenhoff und Martin Liening, Moderatoren der LiLa Spätlese, waren hochzufrieden. „Es war ein sehr gelungener Start in die neue LiLa - Saison“, erklärte Martin Liening, „vor allem dank unserer Gastautoren mit ihren ausgezeichneten Texten.“ „Wir sind mehr denn je davon überzeugt, eine Lücke im Veranstaltungsangebot gefunden zu haben“, ergänzte Meyer-Langenhoff. Erfreut zeigten sich die Erfinder der LiLa Spätlese auch darüber, dass sich immer wieder neue Autoren fänden, die bereit seien, ihre Texte auf der Bühne vorzutragen. Dennoch rufen sie weiter dazu auf, sich bei Interesse unter der Adresse meyer-langenhoff@web.de zu bewerben. Als erster Gast des Abends betrat Monika Paulsen die Bühne. „Ich schreibe seit fast 10 Jahren“, berichtete sie zu Beginn in einem kurzen Gespräch mit Mathias Meyer-Langenhoff augenzwinkernd, „aber ich kann machen, was ich will, meine Geschichten enden immer mit einem Mord.“
So auch in ihrem Beitrag „Bis dass der Tod euch scheidet“ aus der Anthologie „Literaturwegen“, den sie anschließend vortrug und in dem ein unsympathischer Bauer von seiner Ehefrau umgebracht wird. Reinhard Prüllage bot Heiteres und Ernstes. In gewohnt souveräner Manier las der in der Grafschaft bekannte Rezitator diesmal eigene Texte. Er begann mit einem kurzen Stück über die Schwierigkeit, sich das Rauchen abzugewöhnen, erweckte anschließend die bekannte Hagenbuchfigur von Hans-Dieter Hüsch zu neuem Leben und schloss mit einem autobiografischen Text, in dem aus Sicht eines 14jährigen Jungen der plötzliche Tod seines Vaters beschrieben wird. Als Dritte las Sabine Jakob. Die Emlichheimerin hat bereits verschiedene Geschichten in unterschiedlichen Anthologien veröffentlicht und strapazierte die Lachmuskeln des Publikums mit ihrer Geschichte „Ein schwieriger Fall“, die von den Versuchen eines jungen Mannes handelt, durch den Besuch von Coaching - Seminaren zu mehr Selbstbewusstsein zu gelangen. Nach der Pause gaben auch die Gastgeber wieder Einblick in ihre Autorentätigkeit. Während Mathias Meyer-Langenhoff ein weiteres Kapitel seines Romanprojektes über seinen zu Sarkasmus neigenden Lehrer Peter Völkers  vorstellte, beendete Martin Liening den Abend mit drei kurzen Alltagserzählungen über die sonderbare Neigung mancher Eltern, ihren Kindern lange und unaussprechliche Doppelnamen zu geben. Wie immer bereicherte zwischen den Lesungen der Musiker Arno Heilgenberg die Veranstaltung durch sein ausgezeichnetes Gitarrenspiel. Voraussichtlich im Mai 2012 wird die nächste „LiLa Spätlese“ über die Bühne gehen. Weitere Informationen und Bilder der Veranstaltung gibt es auf der Internetseite „www.lilaspätlese.de“.
Lilia_Spaetlese

Zufrieden nach einer gelungenen Veranstaltung

auf dem Sofa: Von links Martin Liening, Sabine Jakob, Monika Paulsen, Arno

Heilgenberg, Reinhard Prüllage und Mathias Meyer-Langenhoff
Foto: Privat
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