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Neubau der Schulmensa in Neuenhaus abgeschlossen

 

200 frische Mahlzeiten täglich für die Schüler der Haupt- und Realschule Neuenhaus

 

05.04.2011-_037Neuenhaus (sw). Der Neubau der Schulmensa in Neuenhaus ist abgeschlossen. Am vergangenen Freitag wurde der 1,15 Millionen teure Komplex offiziell eröffnet. Den Bau des neuen Gebäudes haben ausschließlich ortsansässige Firmen finanziert und so die Versorgung der Schüler mit einer warmen Mahlzeit ermöglicht. Der Neubau konnte in die Tat umgesetzt werden, da die Finanzierung durch Eigenmittel in einer Höhe von 467 000 Euro von der Samtgemeinde Neuenhaus, Zuschüssen des Bundes von 180 000 Euro und einem Darlehen von 503 000 Euro der Kreisschulbaukasse auf den Weg gebracht werden konnte.

Die Planung des Projekts wurde vom Ingenieurbüro Raudzus aus Osterwald durchgeführt und in Zusammenarbeit mit weiteren heimischen Firmen verwirklicht. Zu Beginn der Planungsarbeiten stellten sich dem Team des Ingenieurbüros viele Fragen, die es im Vorfeld zu beantworten galt. Wie viele Schüler sollen in der Mensa essen? Welche Nutzungsmöglichkeiten soll es geben? Muss groß oder klein gebaut werden? Wie soll die Mensa überhaupt aussehen? Wie viel Platz braucht die Schule für einen angenehmen Ablauf einer Mensa? Wie wirkt sich das Wohlbefinden auf eine zu groß geplante Halle aus?
Letzten Endes ist es den Planern von Raudzus gelungen, einen modernen Komplex ins Gesamtbild des Schulzentrums zu integrieren. Momentan besuchen etwa 500 Schüler die Realschule und 200 Schüler die Hauptschule des Schulzentrums in Neuenhaus. Dieser neue Komplex wird von verschiedenen ein- bis dreistöckigen Gebäuden umrahmt, die ineinander verschachtelt oder aneinandergereiht auf dem Gelände des Schulzentrums stehen. Die Räumlichkeiten können neben der Nutzung als Mensa auch als Vortragsraum, Konferenzraum, Aufenthaltsraum, Vorführraum, Kinoraum oder einfach nur als Pausenhalle benutzt werden. Durch eine große, farbige Trennwand sind sogar zwei unterschiedliche Nutzungen gleichzeitig in diesem neuen Gebäude möglich. Die Gesamtnutzungsfläche der neuen Mensa beträgt 335 Quadratmeter, wovon der Küchenbereich eine Grundfläche von 144 Quadratmetern hat. Die schräg in das Mensagebäude eingeschnittene Terrasse vergrößert die Nutzfläche auf großzügige 465 Quadratmeter. Bei Schulveranstaltungen bietet der Innenbereich die Möglichkeit, Sitzplätze für 285 Menschen anzubieten. Auch auf den demographischen Wandel kann schnell und praktisch reagiert werden. Sollten sich die Zahlen wieder so entwickeln, dass man sich einer wachsenden Bevölkerung gegenüber sieht und das Mensagebäude zu klein zu werden droht, so ist es ein Leichtes, durch einfache Baumaßnahmen den gesamten Terrassenbereich der Mensa zuzuschalten. diese Mensa „wächst mit“. Der gesamte Terrassenbereich kann mit einer unspektakulären Umbaumaßnahme der Mensa zugeschaltet werden. Nicht nur in dem man heute die großen Fensterflächen zur Seite schiebt & öffnet und den Innen- und Außenraum miteinander verbindet, sondern rein baulich betrachtet. Der Windfang und die Fenster werden weiter nach außen versetzt, die Stützen werden entfernt, das Dach wird verlängert und der Fliesenbelag wird ergänzt. Die Gestaltung des Terrassenbereiches erscheint bei der ersten Betrachtung nicht in das Gesamtkonzept zu passen, ist aber durchaus durchdacht gestaltet worden. Ein weiterer Anreiz war auch, dass während des Essens nur ein Teil und nicht der gesamte Schulhof von der Mensa aus eingesehen werden kann. So entstehen Rückzugsnischen für Speisende und Spielende gleichermaßen. Von der Terrasse aus kann allerdings der Blickkontakt weit und quer über das Gelände reichen. Einer der Grundgedanken war, den bestehenden Hauptverkehrsweg von Hauptschuleingang und Realschuleingang optisch zu verbinden und nicht zu verbauen. Zum Anderen soll der außen stehende Besucher sofort beim Einfahren in den Bosthorst mit der Hauptansicht -der Fensterfront- „eingefangen“ werden. Spektakulär wird dieser Anblick bei beleuchteter Mensa in der Dämmerung oder zur Abendstunde. Zeitlos und elegant sollte auch die Farbgestaltung innen wie außen die schlichte Form des Baukörpers wiederspiegeln. Gleiche Farbnuancen bei diesem Gebäude kehren genau so wieder wie die sich markant ähnelnde Formsprache aller Gebäude auf diesem Grundstück.
Die Versorgung der Schüler wird durch ein Team von Küchendamen unter der Leitung von Frau Wolthaus gewährleistet. Täglich werden die 200 Essen in einer High-Tech-Küche frisch zubereitet und den Schülern serviert.

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Fotos: Ingenieurbüro Raudzus

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