- Sonntag, 02. Januar 2011
Seit Heiligabend vermisster Student Kristoffer Bernzen aus Münster:
Angehörige fanden Schuh - Neue Suche abgesagt
Münster. Im Fall des seit Heiligabend vermissten 24-jährigen Studierenden Kristoffer Bernzen aus Münster gibt es einen neuen Anhaltspunkt. Nach einem Zeugenhinweis fanden Angehörige am Neujahrsnachmittag im vereisten Dortmund-Ems-Kanal, etwa in Höhe der Warendorfer Straße, einen Schuh. Sie sind sich sicher, dass er dem vermissten 24-Jährigen zuzuordnen ist. Von der Berufsfeuerwehr Münster konnte der Schuh geborgen werden. Taucher suchten anschließend auch den Nahbereich um die Fundstelle des Schuhes unter Wasser ergebnislos ab. Eine umfangreichere Absuche konnte aufgrund der erheblichen Gefährdungen für die Taucher nicht durchgeführt werden.
Hinsichtlich der Möglichkeiten und eines vertretbaren Zeitpunktes für eine derartige Suche stehen die Ermittler des Polizeipräsidiums Münster im engen Kontakt mit der Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei. Kristoffer Bernzen konnte bisher nicht gefunden werden.
Er wurde letztmalig am 24. Dezember gegen 5 Uhr in einem Lokal an der Straße Bült, in der Innenstadt Münsters gesehen. Dabei war er im Begriff, die Lokalität in Richtung seiner Wohnanschrift in Münster-Mauritz zu verlassen.
Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux steht als zuständiger Sachbearbeiter im engen Kontakt mit der Familie des Vermissten. Familie und Polizei wollen das Ergebnis einer Unterwasserabsuche abwarten, bevor eventuelle weitere Suchmaßnahmen gestartet werden.
Angehörige hatten die Bevölkerung im Internet und über die Medien zur Unterstützung bei der Suche nach Kristoffer aufgerufen. Der Treffpunkt für die nächste Suchaktion sollte am Sonntag, 2. Januar 2011, um 12 Uhr auf dem Parkplatz des Ostbades sein. Diese Suchaktion haben die Angehörigen aufgrund des aktuellen Schuh-Fundes abgesagt.
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