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- Donnerstag, 29. Juli 2010
Juli-Bericht der Arbeitsagentur für Arbeit Nordhorn:
Sommerpause dämpft Konjunkturschub
Nordhorn. Im zu Ende gehenden Monat Juli ist die Arbeitslosigkeit in der Grafschaft Bentheim und im Emsland gestiegen. Am Stichtag waren 7.239 Frauen und Männer im Agenturbezirk Nordhorn arbeitslos gemeldet; das waren 4,2 Prozent aller zivilen Erwerbspersonen.
Gegenüber dem Vormonat entsprach das zwar einer Steigerung von 0,2 Prozentpunkten, im Vorjahresmonat hatte die Quote allerdings mit 4,7 Prozent deutlich höher gelegen.
„Die Zunahme der Arbeitslosigkeit kommt nicht überraschend“, ordnet Achim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Nordhorn, die jüngste Entwicklung ein. „In jedem Jahr melden sich zur Sommerpause verstärkt Jugendliche nach dem Ende ihrer Ausbildung oder des Studiums vorübergehend arbeitslos. Dieses Phänomen ist in diesem Jahr nicht stärker als zuvor. Die meisten von ihnen überbrücken aber lediglich eine Wartezeit bis zur Arbeitsaufnahme, dem Beginn eines Studiums oder dem Antritt des Wehr -oder Zivildienstes“, erläutert Haming weiter.
„Hinzu kommt die allgemein in der Sommerpause deutlich geringere Aktivität auf dem Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen stellen in dieser Zeit weniger ein, Neueinstellungen werden häufig auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben. Tatsächlich stellt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Juli sogar positiv dar, weil der kurzfristige Anstieg der Arbeitslosigkeit unter dem Vorjahresniveau lag. Parallel ist ein deutlicher Anstieg des Stellenangebotes im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen“, resümiert Haming.
Stellenangebot
Insgesamt waren 1.755 sozialversicherungspflichtige Stellen bei der Agentur für Arbeit im Bestand gemeldet. Das sind 27 beziehungsweise 1,5 Prozent mehr als im Vormonat und 665 beziehungsweise 59,9 Prozent mehr als im Juni 2009. 918 Stellenangebote gingen im Laufe des Monats beim Arbeitgeber-Service des Agenturbezirkes Nordhorn ein.
Arbeitslosenversicherung/Grundsicherung
Die Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) und der steuerfinanzierten Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) verlief unterschiedlich. Die saisonalen Ausschläge am Arbeitsmarkt wirkten sich systembedingt vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) aus, der von den Arbeitsagenturen betreut wird. Dies lag daran, dass sich viele junge Menschen nach Abschluss der Ausbildung bei den Arbeitsagenturen meldeten.
Demzufolge hatte sich hier die Arbeitslosigkeit mit 8,4 Prozent deutlich stärker erhöht als im Bereich des von den Landkreisen verantworteten Rechtskreises SGB II mit 1,5 Prozent. In beiden Rechtskreisen war die Arbeitslosigkeit aber deutlich niedriger als im Vorjahresmonat. Im Rechtskreis SGB III lagen die Zahlen um 17,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, im Rechtskreis SGB II um 4,4 Prozent.
Entwicklung in den Kreisen
In der Grafschaft Bentheim stieg die Arbeitslosigkeit um 68 beziehungswiese2,0 Prozent auf 3.393; daraus errechnete sich eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent.Im Altkreis Lingen erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 126 beziehungsweise 6,4 Prozent auf 2.100. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent. Im Altkreis Meppen wurden 1.746 Personen ohne Arbeit gezählt; 122 bzw. 7,5 Prozent mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 Prozent.
Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl werden auch Daten zur sogenannten Unterbeschäftigung veröffentlicht. Die Zahl der Unterbeschäftigten setzt sich zusammen aus den gesetzlich definierten Arbeitslosen, sowie den Personen, die zwar nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind und an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder an Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen, wie beispielsweise berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Gründungszuschuss, Altersteilzeit und anderes.
Nicht enthalten sind Kurzarbeiter, weil deren Daten erst mit mehrmonatiger Verzögerung erhoben werden können. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk im Juli 10.267 Personen. Das sind 145 beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als im Vormonat Juni und 1.134 beziehungsweise. 9,9 Prozent weniger als im Juli 2009.







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